Es gibt sie noch – die guten Ideen

Frau Lüders Zossener Tafel, Iris S., Manuela M.

Frau Lüders Zossener Tafel, Iris S., Manuela M.

Schweinegrippe, Wirtschaftskrise – keine frohen Botschaften. Angesichts der für viele Menschen in unserem Land schweren finanziellen Lage, hatten im Frühjahr dieses Jahres drei Mitglieder der Kieselbörse eine wundervolle Idee. Manche Menschen leben im Überfluss, andere in großer Armut. Die Kellerräume sind voll gestapelt mit Dingen, die keiner aus der Familie oder aus dem Freundeskreis mehr mag, gebrauchen kann oder haben möchte. Oft ist es zu schade, diese Gegenstände wegzuwerfen. So kam Gisela Klawe auf die tolle Idee, auf dem Kraut- und Rübenmarkt in Zossen, im Namen der Kieselbörse, einen Verschenkestand zu organisieren. All die Dinge, die lange Zeit unsere Keller belagerten und dort dem Verstauben preisgegeben waren, konnten beim Verschenkestand abgegeben werden und fanden zum großen Teil einen neuen Besitzer. Die Beschenkten waren sehr erstaunt und suchten „verzweifelt“ nach dem Haken an der Sache. Da es diesen Haken aber nicht gab, haben sich die Menschen umso mehr gefreut. Manchmal konnten sie ihr Glück kaum fassen. Als kleines Dankeschön bekamen wir mitunter großzügige Spenden. Dieses Geld wollten wir jedoch nicht für die Kieselbörse in Anspruch nehmen. Es sollte den Menschen zu Gute kommen, die diese Unterstützung dringend brauchen. So haben wir uns für die Zossener Tafel entschieden und die Spende am Mittwoch, den 18.11.2009, an die Leiterin der Zossener Tafel, Frau Lüders, übergeben. Die Freude über den Betrag in Höhe von 204,16 € war sehr groß. Für ein neues Kühlregal wird das Geld dringend benötigt.

Ob der Verschenkestand im nächsten Jahr wieder stattfindet? Das wissen wir jetzt noch nicht. Ich würde mich darüber sehr freuen! Ist es doch aus meiner Sicht eine wundervolle menschliche Geste. Viele Menschen können unsere Hilfe gebrauchen. Wenn unsere Spende vielleicht auch nur einem Tropfen auf dem heißen Stein gleicht, so ist sie doch eine herzensgute Tat und erfordert nur eins: aufraffen und den Keller ausmisten.

Herzlichst,

Manuela Machemehl

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